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Den ersten ETF kaufen: Wichtige Aspekte für einen erfolgreichen Einstieg in die Welt der Investments

susanneborn59
vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Wer den ersten ETF kaufen möchte, steht oft vor vielen Fragen. Worauf muss ich achten? Welche Kennzahlen sind wirklich wichtig? Wie wähle ich den passenden ETF aus? Und was gilt es in der Schweiz bei den Steuern zu beachten? Ausserdem stellt sich die Frage, ob ein ausschüttender oder thesaurierender ETF besser passt – auch unter psychologischen Gesichtspunkten. Dieser Beitrag gibt klare Antworten damit der Einstieg in die Welt der ETFs gelingt. Es ist keine Anlageberatung. Investieren erfolgt auf eigenes Risiko.


Nahaufnahme eines Laptopbildschirms mit einem ETF-Diagramm
ETF-Diagramm auf Laptopbildschirm, Nahaufnahme


Worauf muss ich beim ersten ETF-Kauf achten?


Der erste Schritt ist, sich klarzumachen, was ein ETF eigentlich ist: Ein Fonds, der einen Index abbildet. Das bedeutet, du kaufst nicht einzelne Aktien, sondern einen Korb von Wertpapieren. So verteilst du dein Risiko automatisch.


Beim Kauf solltest du auf folgende Punkte achten:


  • Index: Welchen Markt bildet der ETF ab? Zum Beispiel den Schweizer Aktienmarkt, den MSCI World, den den FTSE all World oder den S&P 500.

  • Kosten: Die jährliche Verwaltungsgebühr (TER) sollte möglichst niedrig sein. 0,1 bis 0,5 Prozent sind üblich.

  • Handelsvolumen und Fondsgrösse: Ein grosser und häufig gehandelter ETF ist meist stabiler und günstiger im Handel.

  • Replikationsmethode: Physisch replizierende ETFs kaufen die echten Aktien, synthetische bilden den Index über Derivate ab. Physisch ist oft transparenter.


Diese Punkte helfen, einen soliden ETF zu finden, der zu deinen Zielen passt.


Welche Kennzahlen sind wichtig?


Kennzahlen geben dir einen schnellen Überblick über die Qualität und Kosten eines ETFs. Hier die wichtigsten:


  • TER (Total Expense Ratio) Zeigt die jährlichen Kosten in Prozent. Je niedriger, desto besser für dich.

  • Tracking Difference Gibt an, wie genau der ETF den Index abbildet. Eine kleine Abweichung ist normal, aber je kleiner, desto besser.

  • Volumen Das Fondsvolumen zeigt, wie viel Geld im ETF steckt. Grössere ETFs sind oft stabiler.

  • Ausschüttungsrendite Relevant, wenn du einen ausschüttenden ETF wählst. Sie zeigt, wie viel Dividende du ungefähr bekommst.


Diese Kennzahlen findest du auf den Webseiten der ETF-Anbieter oder bei Finanzportalen.


Wie wähle ich den passenden ETF aus?


Die Auswahl hängt von deinen persönlichen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab. Hier einige Aspekte, die du bedenken solltest:


  • Anlageziel Möchtest du breit in die Welt investieren oder auf einen bestimmten Markt setzen?

  • Risiko Ein ETF auf Schwellenländer ist riskanter als einer auf etablierte Märkte.

  • Währung ETFs sind oft in US-Dollar oder Euro. Achte auf Wechselkursrisiken, wenn du in Schweizer Franken investierst.

  • Nachhaltigkeit Manche ETFs legen Wert auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG).

  • Handelsplatz Kaufe ETFs an einer Börse mit guten Handelszeiten und niedrigen Gebühren.


Ein Beispiel: Wenn du langfristig und breit investieren willst, ist ein ETF auf den MSCI World eine gute Wahl. Er enthält Aktien aus 23 Industrieländern und bietet breite Diversifikation.


Was ist wichtig bezüglich Steuern in der Schweiz?


In der Schweiz gelten für ETFs besondere steuerliche Regeln, die du kennen solltest:


  • Verrechnungssteuer Auf Dividenden wird eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent erhoben. Diese kannst du als Schweizer Anleger zurückfordern, wenn du die Dividenden angibst.

  • Steuer auf Kapitalgewinne Privatpersonen zahlen in der Regel keine Steuer auf Gewinne aus dem Verkauf von ETFs.

  • Vermögenssteuer Der Wert deiner ETFs wird in der Vermögenssteuer berücksichtigt.

  • Ausschüttend oder thesaurierend Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden aus, die du versteuern musst. Thesaurierende ETFs legen die Erträge automatisch wieder an, was die Steuererklärung etwas komplizierter macht.


Es lohnt sich, die Steuerregeln genau zu prüfen oder einen Steuerberater zu fragen, um Überraschungen zu vermeiden.


Augenhöhe eines Schreibtisches mit Steuerunterlagen und Laptop
Schreibtisch mit Steuerunterlagen und Laptop, Augenhöhe

Ausschüttend oder thesaurierend – was passt besser?


Diese Frage beschäftigt viele Einsteiger. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:


  • Ausschüttende ETFs Sie zahlen dir regelmässig Dividenden aus. Das kann motivierend sein, weil du direkt siehst, wie dein Investment Erträge bringt. Du kannst das Geld nutzen oder selbst wieder anlegen.

  • Thesaurierende ETFs Sie legen die Erträge automatisch wieder an. Das fördert den Zinseszinseffekt und kann langfristig mehr Rendite bringen. Du musst dich nicht selbst um die Wiederanlage kümmern.


Psychologisch gesehen bevorzugen manche Anleger Ausschüttungen, weil sie das Gefühl haben, „etwas zu verdienen“. Andere schätzen die Bequemlichkeit und das Wachstumspotenzial von thesaurierenden ETFs.


Für den langfristigen Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs oft sinnvoller. Wenn du aber regelmässige Einnahmen möchtest, sind ausschüttende ETFs eine gute Wahl.



Der Einstieg in die Welt der ETFs ist einfacher als viele denken. Mit dem richtigen Wissen über Auswahlkriterien, Kennzahlen und steuerliche Aspekte kannst du selbstbewusst deinen ersten ETF kaufen. Wichtig ist, dass du deine Ziele kennst und dich nicht von Fachbegriffen abschrecken lässt. Starte mit einem breit gestreuten ETF, achte auf niedrige Kosten und informiere dich über die steuerlichen Regeln in der Schweiz. So legst du den Grundstein für eine erfolgreiche und entspannte Investmentreise.


Jetzt liegt es an dir: Informiere dich, wähle deinen ETF und beginne, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Jeder Schritt bringt dich deinem Ziel näher. Viel Erfolg!


 
 
 

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